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Vollbrand einer Dachgeschosswohnung fordert Todesopfer in Grünwettersbach

Ein Todesopfer und über 100.000 Euro Sachschaden sind die traurige Bilanz eines Gebäudebrandes im Karlsruher Stadtteil Grünwettersbach am Sonntagnachmittag, dem 01. Dezember 2019. Um 16.25 Uhr wurde die Feuerwehr Wettersbach zusammen mit der Abteilung Hohenwettersbach und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe mit dem Einsatzmeldebild "Brand - Dachstuhl" alarmiert. Zuvor waren in der Integrierten Leitstelle Karlsruhe mehrere Notrufe eingegangen, in denen von Flammen aus dem Dachgeschoss eines Wohngebäudes in der Straße „Am Steinhäusle“ berichtet wurde.

Bereits auf der Anfahrt war eine dunkle Rauchsäule über dem Bereich erkennbar, bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs nur wenige Minuten nach der Alarmierung schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dachgeschoss. Aufgrund der dichten räumlichen Bebauung bestand die akute Gefahr, dass das Feuer auch auf die Nachbargebäude, insbesondere auf ein an der Rückseite direkt angebautes Wohnhaus, übergreift. In der Erstphase wurde daher sofort ein Rohr im Außenbereich zur Verhinderung der Ausbreitung vorgenommen. Zeitgleich verschafften sich zwei Trupps ausgerüstet mit Atemschutzgeräten über die Eingangstüre Zutritt zum Gebäude und begannen mit der Brandbekämpfung und Personensuche im Inneren. Zu diesem Zeitpunkt stand die komplette Dachgeschosswohnung bereits in Vollbrand.

Mit dem Eintreffen der Abteilung Hohenwettersbach und der Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr wurden sofort weitere Rohre im Außenangriff vorgenommen und weitere Trupps im Innenangriff eingesetzt. Über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr wurde das Feuer zudem von oben bekämpft. Mehrere öffentliche Hydranten dienten der Sicherstellung der Wasserversorgung an der Brandstelle. Durch die Einsatzleitung wurde zusätzlich ein weiterer Einsatzabschnitt am „Kirchstaig“ gebildet, wo ebenfalls mehrere Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden. Zusätzlich wurde ein angrenzendes Wohnhaus auf eine mögliche Brandausbreitung kontrolliert. Da sich zu diesem Zeitpunkt bereits abzeichnete, dass im weiteren Verlauf weitere Einsatzkräfte benötigt werden, erfolgte eine Nachalarmierung der Abteilungen Wolfartsweier, Rüppurr und Durlach.

Der massive Löscheinsatz zeigte einige Zeit später Wirkung, sodass die offenen Flammen aus dem Dachstuhl gelöscht wurden. Auch ein Übergreifen auf die angrenzende Bebauung konnte verhindert werden. Mehrere Atemschutztrupps der verschiedenen Abteilungen durchsuchten in der Folgezeit das komplette Dachgeschoss. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde in einem Zimmer der Leichnam einer Person aufgefunden.

Nach Abschluss der letzten Löscharbeiten im Gebäude konnte die Anzahl der Feuerwehrkräfte vor Ort nach und nach reduziert werden, sodass am Ende noch ein Wettersbacher Löschfahrzeug zur Ausleuchtung für die Ermittlungsarbeiten der Polizei an der Einsatzstelle verblieb.

Neben der Feuerwehr war auch der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. Die DRK Bereitschaften aus Wettersbach, Stupferich und Hohenwettersbach kümmerten sich zusammen mit dem Rettungsdienst um die medizinische Absicherung und die Betreuung von Anwohnern. Durch die Abteilung Aue der freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe wurden die Einsatzkräfte mit heißen Getränken versorgt. Auch Ortsvorsteher Rainer Frank kam vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen, der Kriminalpolizei und Spezialisten der Kriminaltechnik vor Ort und nahm noch am selben Tag die Ermittlungen auf. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und dem notwendigen Entwicklungsraum an der Einsatzstelle musste die Hauptstraße „Am Wetterbach“ in diesem Bereich mehrere Stunden vollständig gesperrt werden.

Insgesamt kehrte das letzte Löschfahrzeug der Abteilung Wettersbach gegen 22.45 Uhr ins Feuerwehrhaus zurück. Die Feuerwehr Wettersbach war somit mit drei Einsatzfahrzeugen über sechs Stunden im Einsatz.


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