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Stromausfall in Karlsruhe

Ein Stromausfall in fast allen Teilen der Stadt Karlsruhe war die Folge eines Brandes einer Trafostation im Umspannwerk West, in der Nähe des Rheinhafens. Am Mittwoch letzter Woche, ab 17:35 Uhr war quasi die gesamte Stadt ohne Strom. Nur die östlichen Stadtteile blieben verschont. Zahlreiche Menschen saßen in Aufzügen fest. 125.000 Haushalte waren vom Stromausfall betroffen. Auch Telefone und Handys versagten in den meisten Stadtteilen ihren Dienst.

Die Feuerwehrleitstelle alarmierte um 17:57 Uhr alle Abteilungen der Feuerwehr Karlsruhe. Auch die Abteilung Wettersbach wurde angewiesen, das Feuerwehrhaus zu besetzen, sich einsatzbereit zu machen und die Zahl einsatzbereiter Fahrzeuge zu melden. Innerhalb weniger Minuten waren wir mit zwei Löschfahrzeugen und 18 Mann einsatzbereit.

Im Falle von Großschadenslagen werden die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe über ihr normales Einsatzgebiet hinaus in jeden Teil von Karlsruhe beordert, wenn die zu erwartende große Einsatzzahl eine hohe Flexibilität der Feuerwehr verlangt.

Die Abteilung Wettersbach musste jedoch im Gegensatz zu anderen Abteilungen, die zu verschiedenen Einsätzen gerufen wurden, nicht ausrücken. Gegen 20:00 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft durch die Feuerwehrleitstelle wieder aufgehoben.


Lesen Sie hier den Bericht der Online-Tageszeitung ka-news.de vom 31.01.2008, 00:39 Uhr:

Glimpflich verlaufen

50.000 Haushalte in Karlsruhe ohne Strom

Karlsruhe - Im ganzen Stadtgebiet Karlsruhe ist heute gegen 17.35 Uhr die Stromversorgung zusammengebrochen. Nach Angaben der Polizei soll ein Zwischenfall in einem Kraftwerk der Stadtwerke am Rheinhafen der Grund für den Stromausfall gewesen sein. Inzwischen ist die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt. Da auch Ampeln ausgefallen waren, kam es im gesamten Stadtgebiet zu Stauungen. Personen kamen nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu Schaden, wie Polizeisprecher Anton Gramlich gegenüber ka-news sagte.

In Teilen der Oststadt und in Hagsfeld gingen die Lichter bereits gegen 18 Uhr wieder an. Im Westen hielt der Ausfall dagegen bis etwa 18.45 Uhr, teilweise sogar bis nach 19 Uhr an.

Keine nennenswerten Unfälle, keine Personenschäden

Auslöser war laut Gramlich ein "kleiner, explosionsartiger Brand" in der Kraftwerksanlage in der Honsellstraße am Rheinhafen. Augenzeugen berichteten gegenüber ka-news von einem feuerballartigen Aufblitzen unmittelbar vor dem Stromausfall. Auch bei diesem Vorfall wurde niemand verletzt. Über die Ursachen des Vorfalls ist noch nichts bekannt. Die Stadtwerke melden, dass ein Brand in einem Messwandler der Grund für den Ausfall war. Durch einen Kurzschluss auf der Hochspannungsebene seien alle Schutzeinrichtungen des Karlsruher Hochspannungsnetzes ausgelöst worden - die Lichter gingen aus. Zur Schadenshöhe können die Stadtwerke noch keine Aussage treffen. (...)

Polizei: "Karlsruher haben gelassen reagiert"

Neben dem Straßenbahnverkehr in der Innenstadt kam teilweise auch der Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen wie der Kriegsstraße fast völlig zum Erliegen. Nach Polizeiangaben ist es dennoch zu keinen nennenswerten Unfällen gekommen. Vorübergehend waren auch Handy-Netze in Mitleidenschaft gezogen, Menschen in Fahrstühlen stecken geblieben. Straftaten "im Schutz der Dunkelheit" habe es nach bisherigem Erkenntnissstand nicht gegeben. Insgesamt hätten die Karlsruher nach Einschätzung von Polizeisprecher Gramlich "mehrheitlich mit Gelassenheit reagiert". (...)


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