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BAB 8: Verkehrsunfall, mehrere eingeklemmte Personen

Am Dienstag Abend den 07. Juni 2005 wurde die Abteilung Wettersbach der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe um 16:48 Uhr über Meldeempfänger und Sirene mit dem Alarmstichwort "VU mit eingeklemmten Personen" auf der BAB 8 zwischen der Anschlussstelle Karlsbad und dem Dreieck Karlsruhe alarmiert. Schon bei der Anfahrt wurden die Einsatzkräfte durch den Stau, der sich gebildet hatte, stark behindert, auch die Anfahrt der Berufsfeuerwehr und FF Wolfartsweier wurde sehr erschwert. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge der FF Wettersbach stellte sich heraus, dass es sich um einen größeren Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen handelte, darunter auch um einen LKW-Fahrer, der in seinem Fahrerhaus eingeklemmt war.

Zum Unfallablauf: Aus ungeklärter Ursache kam der Fahrer eines Kleinwagens nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen die provisorische Leitplanke, schleuderte in die Höhe über die Gegenfahrbahn, überflog einen Kleinwagen, und prallte schließlich in zwei bis drei Metern Höhe ins Führerhaus eines LKW, der aus Richtung Karlsruhe kam. Der PKW wurde nach dem Aufprall weiter über die Fahrbahn geschleudert und kollidierte mit einem Motorradfahrer, der durch diesen Aufprall tödlich verletzt wurde.

Der Rettungshubschrauber Christoph 43 befand sich bei unserem Eintreffen schon an der Einsatzstelle. Die Besatzungen des LF 8/6 und LF 16/12 begannen in zwei Einsatzabschnitten mit der Befreiung der eingeklemmten Personen. Die in der Zwischenzeit eingetroffenen Kräfte der Berufsfeuerwehr Karlsruhe und der FF Wolfartsweier unterstützten uns bei diesen Maßnahmen.

Die Unfallstelle wurde erst gegen 20.30 von der Polizei freigegeben. Erst jetzt konnte die Firma Böhler die Bergung der verunfallten Fahrzeuge vornehmen. Der Einsatz für die FF Wettersbach dauerte bis ca. 22.45 Uhr, da der Brandschutz für die Bergungsarbeiten der Firma Böhler sicher gestellt werden musste.

Insgesamt waren 2 Fahrzeuge der FF Wettersbach, 1 Fahrzeug der FF Wolfartsweier, 6 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, 4 Rettungsfahrzeuge des DRK, 1 Fahrzeug der SEG Wettersbach, der Rettungshubschrauber Christoph 43, ein leitender Notarzt sowie 6 Fahrzeuge der Polizei vor Ort. Die traurige Bilanz des Unfalls: Ein toter Motorradfahrer, zwei schwer verletzte Personen und eine leicht verletzte Frau, der entstandene Sachenschaden ist hoch.

 

Polizeibericht

Karlsruhe - Ein Unfall auf der A8 in Höhe des Karlsruher Ortsteils Grünwettersbach löste gestern im Feierabendverkehr ein Chaos aus. Bei dem Unfall kam ein Mensch ums Leben, drei wurden schwer verletzt. Etwa gegen halb fünf am Dienstagnachmittag fuhr der 26-jährige Unfallverursacher mit seinem Kleinwagen in den Baustellenbereich nach der Ausfahrt Karlsbad in Richtung Karlsruhe ein. Vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit kam er auf die linke Seite ab, touchierte die Mittelleitplanke, schleuderte wieder auf die andere Seite und verlor beim Gegenlenken endgültig die Kontrolle über das Fahrzeug.

Der Kleinwagen des jungen Mannes wurde durch die Mittelleitplanke angehoben, überflog einen in Richtung Stuttgart fahrenden Pkw auf der Gegenfahrbahn und kollidierte daraufhin mit einem dahinter fahrenden Motorrad. Der 35 Jahre alte Motorradfahrer wurde durch den Zusammenstoß getötet. Ein folgender Sattelzug aus Spanien konnte nicht mehr ausweichen, fuhr in die Unfallstelle und durchbrach daraufhin die Mittelleitplanke. Beim Überqueren der Gegenfahrbahn streifte der Lkw einen zweiten Sattelzug und prallte dann in die Leitplanke der Spur Richtung Karlsruhe. Fahrer und Beifahrerin des Lkws wurden schwer verletzt.

Der Unfallverursacher erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 45.000 Euro. In der Zeit von 16.50 bis 22 Uhr musste die A8 voll gesperrt werden. Durch die Umleitung des Verkehrs über den Autobahnanschluss Karlsbad und das Autobahndreieck Karlsruhe kam es zu massiven Beeinträchtigungen des Verkehrs auf allen umliegenden Verbindungsstrecken. Vor allem betroffen waren die B10 zwischen Karlsruhe und Pforzheim, die L623 und L632 von Wolfartsweier bis Palmbach sowie die L562 und L609 von Waldbronn bis zum Autobahnanschluss Ettlingen. Die Räumung der Unfallstelle dauerte bis etwa 3 Uhr heute morgen an. Seitdem fließt der Verkehr wieder normal. (pol/hok)


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