Feuerwehr WettersbachBeiträge

Berichte 2017

Einen besonderen Einsatz hatte die Feuerwehr Wettersbach am vergangenen Dientagabend. Unser Kamerad Thomas Kunzmann wurde Vater, sodass wir traditionell den Storch an seinem Wohnhaus anbrachten. Die Feuerwehr Wettersbach gratuliert Ihm und seiner Frau Nadja recht herzlich und wünscht Ihnen alles Gute für die gemeinsame Zukunft zu dritt.

Zu einem der größten Risikofaktoren im Feuerwehrdienst gehört der im Bereich von Einsatzorten fließende Verkehr. Immer wieder entstehen schwere Unfälle mit zum Teil großem Ausmaß, weil Verkehrsteilnehmer Einsatz- und Unfallstellen übersehen und in diese, trotz vorhandener Absicherungsmaßnahmen, hineinfahren. Leider kommt es bei diesen Folgeunfällen durch übersehe Einsatzstellen oftmals auch zu Personenschäden, auch in den Reihen der Einsatzkräfte. Aufgrund der baulichen Situation und der gefahrenen Geschwindigkeiten stellen hier insbesondere Schnellfahrstraßen wie Autobahnen oder Bundesstraßen besondere Gefahrenschwerpunkte da.

Eine weitere Steigerung der Sicherheit bei Einsätzen im öffentlichen Verkehrsraum konnte Ende September durch die Anfertigung von Warnbeklebungen für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Wettersbach erreicht werden. Im Heckbereich wurde hierzu eine reflektierende Leuchtfolie im Signalbild Rot-Gelb angebracht. Die Beklebung der Außenseiten beider Löschgruppenfahrzeuge geschah als Konturmarkierung mit weiß abstrahlender Reflektionsfolie. Insbesondere bei Dunkelheit ergibt sich durch die rückstrahlende Wirkung der Warnbeklebung eine deutlich erhöhte Sichtbarkeit, aber auch bei Tageslicht trägt das auffällige Signalbild zu einer besseren Wahrnehmbarkeit bei. Zusammen mit den lichttechnischen Einrichtungen Blaulicht und Heckwarnblitzleuchten sowie dem mobilen Material zur Verkehrsabsicherung wie Warndreiecken, Blitzleuchten und Verkehrsleitkegel ergibt sich nun eine noch bessere Möglichkeit zur Erkennbarkeit von Gefahrenstellen.

Die frühzeitige Warnung der Verkehrsteilnehmer kann somit zu einer Reduzierung gefährlicher Situationen und so zu einer unmittelbaren Steigerung der Sicherheit der Wettersbacher Feuerwehrangehörigen, aber auch der direkt an den jeweiligen Einsatzorten betroffenen Personen, beitragen. Insbesondere bei den regelmäßigen Einsätzen auf den vielbefahrenen Bundesautobahnen 5 und 8 im Einsatzgebiet der Feuerwehr Wettersbach kommt dieser Umstand voll zum Tragen.

Ermöglicht wurde diese „Investition in die Sicherheit“ durch die finanzielle Unterstützung der Firma Löffler Grabmale in Durlach mit ihrem Inhaber und Fördermitglied Hr. Ralf Löffler sowie der Ortsverwaltung Wettersbach, insbesondere unter der Mitwirkung von Ortsvorsteher Hr. Rainer Frank. Beide Zuwendungen, für die sich die Feuerwehr Wettersbach an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte, tragen maßgeblich zum Schutz der ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte und einer Verbesserung der Einsatzbedingungen bei.

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Einen Tag nach dem Schulfest fand am 23. Juli 2017 mit dem überregionalen Berggottesdienst auf dem Gelände des Schwarzwaldvereins beim Funkturm bereits eine weitere große Veranstaltung in Wettersbach statt. Da im Vorfeld mit einer hohen Besucherzahl gerechnet wurde, war auch die Feuerwehr Wettersbach bei der Veranstaltung eingebunden. Ein Einsatzfahrzeug stand mit Besatzung zusammen mit dem DRK Wettersbach beim Festplatz bereit um im Notfall schnell eingreifen zu können. Ein weiteres Löschfahrzeug befand sich einsatzbereit im Feuerwehrhaus. Die Veranstaltung verlief ohne besondere Vorkommnisse, sodass die Feuerwehrangehörigen einen ruhigen Tag erlebten.

Das diesjährige Schulfest der Heinz-Barth-Schule Wettersbach stand neben der Einweihung des neuen Schulhofes mit vielen Angeboten zum Mitmachen auch unter dem Zeichen des Blaulichts. Beim Ersten in dieser Form durchgeführten Blaulichttag präsentierten sich am 22. Juli 2017 die Wettersbacher Rettungsorganisationen DRK, DLRG sowie die Feuerwehren Wettersbach und Stupferich den kleinen und großen Zuschauern.

Am Stand der Feuerwehr konnten die Besucher hierbei unter anderem die Fahrzeuge und Gerätschaften aus der Nähe betrachten und sich über die vielfältige Arbeit informieren. Für die kleinen Gäste hatte die Jugendfeuerwehr ein Wasserspiel aufgebaut, was bei hohen Außentemperaturen großen Anklang fand. Auch die anderen Organisationen boten an ihren Ständen ein vielfältiges Programm.

Als besondere Attraktionen fanden über den Tag verteilt eine Präsentation der Einsatzbekleidungen und eine Einsatzübung Verkehrsunfall statt. Bei der Modenschau konnte man einen Einblick in die vielfältigen Schutz- und Arbeitsbekleidungen der Feuerwehr erhalten, von der Ausgehuniform bis zum leichten Chemikalienschutzanzug wurde das umfangreiche Sortiment vielen interessierten Gästen näher erläutert. Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen ein Höhepunkt des Tages war dann sicherlich die gemeinsame Einsatzübung von Feuerwehr und DRK, bei der es galt zwei Verletzendarsteller nach einem simulierten Verkehrsunfall aus ihrem Fahrzeug zu befreien.

Zum Abschluss des Tages konnten alle Beteiligten ein positives Resümee für einen rundum gelungenen Tag ziehen.

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Samstagmittag, der 01. Juli 2017. Dichter Rauch dringt aus dem Palmbacher Pfarrhaus in der Talstraße, Menschen stehen an Fenstern und schreien um Hilfe. Was auf den ersten Blick wie ein reales Brandereignis aussieht, war dann glücklicherweise doch nur die Jahreshauptübung der Feuerwehr Wetterbach, die mit Nebelmaschinen und künstlich geschminkten Verletztendarstellern jedoch täuschend echt simuliert wurde.

Das Übungsszenario: Im Keller des Hauses kommt es bei Handwerkerarbeiten zu einem Brand, während im Obergeschoss gerade eine Tagung statt findet. Ein Arbeiter verliert bei ersten Löschversuchen im schnell dichter werdenden Brandrauch das Bewusstsein. Lebensgefährlicher Rauch zieht durch das offene Treppenhaus nach oben und versperrt weiteren Person im Obergeschoss den Fluchtweg. Sie begeben sich an Fenster und Balkone und rufen um Hilfe. Passanten werden auf das Geschehen aufmerksam und verständigen die Feuerwehr.

Um 14.00 Uhr alarmiert die Integrierte Leitstelle Karlsruhe die Feuerwehren aus Wettersbach und Stupferich sowie die Notfallhilfe des DRK Wettersbach mit dem Meldebild "Rauchentwicklung aus Gebäude".

Dem ersteintreffenden Fahrzeugführer der Feuerwehr bot sich folgende Lage. Aus dem Haupteingang konnte eine deutliche Rauchentwicklung festgestellt werden, welche sich über das Treppenhaus bereits in die Obergeschosse ausgebreitet hatte. Auf dem Balkon und an einem Fenster machten sich zwei Menschen bemerkbar. Die Betroffenen berichteten zudem von zwei weiteren im Brandrauch vermissten Personen. Verschiedene Tätigkeiten liefen von nun an zeitgleich ab. Während die Fahrzeugführer die Einsatzstelle, zum Beispiel nach alternativen Angriffswegen, weiter erkundeten, baute ein Teil der Mannschaft bereits eine Wasserversorgung aus einem 40 Meter entfernten Hydranten auf. Zwar führen die meisten Feuerwehrfahrzeuge auch einen Wassertank mit mehreren Hundert Litern mit, diese können jedoch je nach Einsatzlage schnell verbraucht sein. Bereits auf der Anfahrt hatten sich mehrere Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Sie konnten somit, geschützt gegen den hochgiftigen Brandrauch, direkt mit zwei Schlauchleitungen als Rückwegsicherung in das Gebäude zur Menschenrettung vorgehen. Wertvolle Dienste leistet hier die in Wettersbach stationierte Wärmebildkamera, die Wärmesignaturen auch durch den Rauch darstellt und somit wesentlich zu einem schnellen Auffinden von Vermissten und Brandstellen beitragen kann. Die Besatzung eines weiteren Fahrzeugs brachte eine tragbare Leiter an einem Fenster an der Vorderseite in Stellung, über die ein weiterer Atemschutztrupp eine Frau aus dem Obergeschoss rettete. Angeleint mit einer speziellen Knotentechnik wurde sie dabei von einem Feuerwehrangehörigen beim Herabsteigen der Leiter begleitet und anschließend dem DRK Wettersbach zur Betreuung übergeben. Da die Person auf dem Balkon sich in akuter Gefahr befand, wurde entschieden sie über ein Sprungpolster zu retten. Hierbei handelt es sich um eine Art Luftkissen mit einer Einsatzhöhe von bis zu 16 Metern, welches aufgrund der dennoch vorhandenen Verletzungsgefahr beim Sprung, nur als letztes Einsatzmittel bei zeitkritischen Situationen eingesetzt wird. Parallel wurde mit den Brandbekämpfungsmaßnahmen im Keller begonnen. Zwar hat die Menschenrettung bei solchen Einsätzen oberste Priorität, trotzdem darf auch die Ausbreitung des Feuers nicht unbeachtet bleiben, da durch eine schnelle Brandausbreitung im Gebäude weitere Gefahren drohen. Wie gefährlich diese Tätigkeit sein kann zeigte sich kurze Zeit später, als von den Übungsplanern ein simulierter Atemschutznotfall im Kellerbereich in die Übung eingebracht wurde und es einen verunglückten Feuerwehrangehörigen zu retten galt. Dazu stehen an jeder Einsatzstelle sogenannte Sicherheitstrupps mit weiterer Ausrüstung, wie einer Rettungsmulde zum kraftsparenden Personentransport, bereit, die an diesem Samstag vor den Augen zahlreicher Zuschauer ebenfalls zum Einsatz kamen.

Nach einer dreiviertel Stunde konnte die Übung dann, nachdem alle Personen gerettet und der simulierte Brand erfolgreich bekämpft war, beendet werden. Ziel der Übung war es neben dem Erreichen der Übungsziele, insbesondere auch die Maßnahmen der Feuerwehr der Bevölkerung zu präsentieren und ihnen die Einsatzmöglichkeiten bei Gebäudebränden nahe zu bringen. Aus diesem Grund wurde über eine aufgebaute Lautsprecheranlage den Besuchern, die jeden Handgriff der Feuerwehr mit ansehen konnten, alle Maßnahmen auch verständlich erklärt.

Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus dankte der Wettersbacher Abteilungskommandant Michael Freis allen Teilnehmern und Helfern der Übung für die gelungene Durchführung und das nicht selbstverständliche Engagement in ihrer Freizeit. Moritz Wolter, Übungsbeobachter und Direktionsdienst der Branddirektion Karlsruhe, konnte den Teilnehmern in seiner Ansprache einen guten und geordneten Übungsablauf bescheinigen sowie gleichzeitig noch Hinweise für kleinere Verbesserungen in der Zukunft mit auf den Weg geben.

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