Feuerwehr WettersbachBeiträge

Berichte 2017

Eine besondere Auszeichnung wurde dem Wettersbacher Abteilungskommandant Michael Freis im Verlauf des Haxenfestes zuteil. Für sein besonderes Engagement im Bereich der Brandschutzerziehung in der Stadt Karlsruhe und über die Stadtgrenze hinaus wurde ihm durch den Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Ulrich Volz und unter Beisein von Florian Geldner, Amtsleiter der Branddirektion Karlsruhe, die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Silber verliehen.

Bereits seit 1995 ist Michael Freis in der Brandschutzerziehung tätig, die er zusammen mit weiteren Feuerwehrangehörigen in Karlsruhe aufgebaut und über die Jahre immer weiter entwickelt hat. Zu seinen Projekten gehörte insbesondere die Idee Schüler als Brandschutzlotsen einzusetzen, die in dieser Form erstmalig in Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde. In mehreren Vorträgen und Veranstaltungen brachte er dieses und ähnliche Projekte auch in überörtliche Foren der Brandschutzerziehung ein und leistete damit einen wichtigen Anteil zur Schulung von Kindern im Bereich Brandschutz und somit zu ihrer Sicherheit bei Brandereignissen.

Mit der Überreichung dieser hohen Auszeichnung konnte nun dieses außergewöhnliche und zeitintensive Engagement gewürdigt werden.

Bei bestem Wetter fand am Vatertag, dem 25. Mai 2017, das traditionelle Haxenfest der Feuerwehr Wettersbach statt. Auch in diesem Jahr konnte den Besuchern wieder einiges geboten werden. Egal ob leckere Haxen aus der Feuerwehrküche, ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das Rauchsimulationshaus oder eine große Hüpfburg - für alle Altersgruppen war etwas dabei.

Die Feuerwehr Wettersbach bedankt sich an dieser Stelle bei den zahlreichen Gästen, die das Wettersbacher Haxenfest wieder zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

Den zahlreichen Helfern im Hintergrund, die teils Wochen im Voraus alles in die Wege geleitet haben, gebührt ebenfalls ein herzliches Dankeschön. Auch den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und deren Eltern, allen Kuchen- und Tombolaspendern, allen Freunden, Gönnern und Sponsoren soll an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt werden - ohne Ihre Hilfe wäre ein solch tolles und erfolgreiches Fest, das noch dazu mit einem strahlenden Frühsommerwetter belohnt wurde, nicht möglich gewesen.

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Das erste Wochenende im Mai 2017 stand für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Wettersbach ganz im Zeichen der Unfallrettung nach Verkehrsunfällen. Nachdem in den Ausbildungsdiensten der vergangenen Wochen zuvor die theoretischen Grundlagen, wie die Aufgabenverteilung der Fahrzeugbesatzung oder die räumliche Ordnung der Einsatzstelle, erarbeitet und wiederholt wurden, konnten diese Inhalte erstmals am Freitagabend in die Praxis umgesetzt werden. Bei mehreren Übungen galt es mechanisches Verständnis, Fingerspitzengefühl und Koordination zu kombinieren um das Szenario „Person unter Fahrzeug eingeklemmt“, das mit einem Schrottfahrzeug und einer Übungspuppe realitätsnah dargestellt werden konnte, zu bewältigen. Neben einer genauen Absprache mit dem Rettungsdienst über das Verletzungsmuster des Eingeklemmten ist dabei vor allem auf ein sicheres Unterbauen der Last mittels Keilen und Hölzern zu achten, um ein weiteres Verrutschen des Fahrzeugs zu verhindern. Für den eigentlichen Anhebevorgang besonders geeignet sind pneumatische Hebekissen. Ein Luftdruck von 8 bar aus einer Pressluftflasche sorgt für eine Hubkraft der Kunststoffkissen von mehreren Tonnen. Gerade beim Anheben des Fahrzeugs ist eine genaue Absprache wichtig, um unerwünschte Bewegungen oder Verformungen der Last zu erkennen und entsprechend reagieren zu können.

Verschiedene Möglichkeiten zur Rettung von eingeklemmten Personen in Fahrzeugen wurden am Samstag behandelt. Hier stehen der Feuerwehr eine Vielzahl von Rettungstechniken und Gerätschaften zur Verfügung, da jeder Unfall durch seinen Hergang, den Verformungen am Fahrzeug oder den Verletzungen der Betroffenen ganz individuelle Herangehensweisen erfordert. In den über den Tag verteilten Übungen wurden daher auch Szenarien wie auf dem Dach liegende PKW oder PKW in Seitenlage praktisch behandelt. Ein weiteres Augenmerk lag in der korrekten Handhabung der hydraulischen Rettungsgeräte und ihrer Einsatzmöglichkeiten. Neben dem Entfernen von Türen und Fahrzeugdach wurde zum Beispiel auch das Erweitern des Fußraums mittels hydraulischer Rettungszylinder für Einklemmungssituationen im Beinbereich am Schrottfahrzeug durchgeführt. Regelmäßig wiederholt wurden auch die Standardmaßnahmen jeder Unfallstelle, wie die Verkehrsabsicherung oder das Sichern des Unfallfahrzeugs gegen Abrutschen.

Das Einsatzgebiet der Feuerwehr Wettersbach umfasst unter anderem mehrere Kreis- und Landstraßen sowie Teile der vielbefahrenen Bundesautobahnen 5 und 8. Ausbildungen dieser Art stellen daher einen unverzichtbaren Teil der jährlichen Fortbildung da.

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Pünktlich um 18.30 Uhr stellte die Feuerwehr Wettersbach auch in diesem Jahr wieder unter feierlicher musikalischer Umrahmung des Instrumental-Musikvereins Grünwettersbach den Wettersbacher Maibaum innerhalb weniger Sekunden auf dem Lammbrunnenplatz vor dem Rathaus Grünwettersbach. Diese traditionelle Veranstaltung wird jedes Jahr am 30. April unter Federführung der Abteilung Wettersbach durchgeführt.

In seiner folgenden Ansprache dankte Ortsvorsteher Rainer Frank allen, die zum guten Gelingen dieser Tradition und des anschließenden Festes auf dem Lammbrunnenplatz beitragen.

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Zur Jahreshauptversammlung 2017 konnte Abteilungskommandant Michael Freis am Freitagabend, dem 03. März 2017, neben zahlreichen Kameraden der Einsatzabteilung auch Vertreter der Altersabteilung und des Fördervereins, den Amtsleiter der Branddirektion Florian Geldner, den Abteilungsleiter der freiwilligen Feuerwehren bei der Branddirektion Karl Zimmer, den Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Ulrich Volz, Ortsvorsteher Rainer Frank und einige Ortschaftsräte im Feuerwehrhaus Wettersbach begrüßen.

Nach der Begrüßung und dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder berichtete Abteilungskommandant Freis über den aktuellen Mitgliederstand (41 Aktive) und die zahlreichen Aktivitäten der Einsatzabteilung und der Gesamtwehr. Das vergangene Jahr bezeichnete er hierbei wieder als sehr arbeitsintensives Jahr. Neben den Einsätzen wurden wieder dutzende Ausbildungs- und Fortbildungsstunden absolviert, um den immer weiter steigenden Anforderungen einer modernen Gefahrenabwehr gerecht zu werden. Unter anderem wurde mit den Abteilungen Reichenbach und Stupferich eine Einsatzübung in einem Abbruchgebäude in Durlach absolviert, bei welcher mehrere Personen bei einem simulierten Kellerbrand gerettet werden mussten. Nicht unerwähnt blieben auch die weiteren Bausteine des Jahresprogramms, wie die Brandschutzerziehung in den Schulen und Kindergärten, die Jugendarbeit oder das traditionelle Haxen- bzw. Herbstfest. Auch im Bereich der Gemeinschaftspflege wurde mit einer viertägigen Reise nach Berlin und der Jahresabschlussfeier ein vielfältiges Programm angeboten. Insgesamt absolvierten die Mitglieder der Einsatzabteilung ca. 4000 ehrenamtliche Stunden, was ein Plus von etwa 20 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Seinen Dank richtete Freis daher vor allem an alle Angehörigen der Abteilung Wettersbach, die zu jeder Tageszeit bereit stehen um Menschen in Not zu helfen, aber auch an Ihre Familien für die immer vorhandene Unterstützung. Umso erfreulicher ist es, dass zum Beginn des neuen Jahres vier Mitglieder von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung wechseln konnten und diese zukünftig verstärken.

Auch im Abteilungsausschuss gab es über zwei Änderungen zu berichten. Heinz Henkenhaf löst zum Jahresbeginn in der Funktion als Kassenverwalter Jens Maier ab, der nach 13 Jahren Amtszeit nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stand. Abteilungskommandant Freis dankte Ihm im Namen der ganzen Abteilung für die geleistete Arbeit in diesen Jahren. Der freigewordene Posten als Altersobmann wird zukünftig, nach der Wahl durch die Mitglieder der Altersmannschaft, von Jürgen Konstantin besetzt.

Jugendwart Jörg Hock berichtete über das vergangene Jahr aus Sicht der Jugendfeuerwehr. Zentrale Punkte waren hierbei vor allem die vielfältigen theoretischen und praktischen Übungsabende, aber auch die Veranstaltungen zur allgemeinen Jugendarbeit wie ein Sommerzeltlager in Lemberg in der Pfalz oder die Jugendfeuerwehrspiele in Knielingen. Zum Jahresbeginn beträgt der Mitgliederstand der Jugendfeuerwehr, welche die wichtigste Stütze für die Mitgliedergewinnung der Einsatzabteilung darstellt, insgesamt 22 Jugendliche.

Das vergangene Jahr noch einmal im Kompaktdurchlauf präsentierte Schriftführer Marcel Schottmüller. Markante Punkte waren der Anstieg der Einsatzzahlen auf 43 Einsätze, wobei insbesondere das Starkregenereignis im Juni mit über 70 Einsatzstellen im Bereich der Höhenstadtteile, die sechs Feuerwehren über 17 Stunden forderten, hervorzuheben war. Auch im Bereich Aus- und Fortbildung war das Jahr, neben den Ausbildungsdiensten innerhalb der Abteilung, mit Ausbildungen auf Stadtebene und an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal zu Themen wie Atemschutz, das Fahren und Bedienen von Löschfahrzeugen oder dem Brandsicherheitswachdienst in Versammlungsstätten ereignisreich.

Von einem beruhigenden Gefühl nachts einschlafen zu können während im Hintergrund Menschen für den Notfall im Ort bereit stehen, berichtete Ortsvorsteher Rainer Frank in seiner Ansprache und überbrachte gleichzeitig die besten Grüße des Ortschaftsrates Wettersbach für dieses wichtige Engagement im Ort.

Der Amtsleiter der Branddirektion und Karlsruher Feuerwehrkommandant Florian Geldner überbrachte die Grüße des Brandschutzdezernenten der Stadt Karlsruhe Klaus Stapf und berichtete über die anstehenden Veränderungen innerhalb der Feuerwehr Karlsruhe. Er ging dabei insbesondere auf die Inbetriebnahme der neuen Integrierten Leitstelle an der Wolfartsweierer Straße in wenigen Wochen und den Neubau der Hauptfeuerwache auf dem selben Geländeareal ein. Auch personelle Veränderungen bei der Branddirektion, das Thema Fahrzeugbeschaffung und die Alarmierungstechnik waren Inhalte seiner Ausführungen.

Eine besondere Ehre wurde Hans-Peter Nagel zu teil. Er wurde für 30 Jahre Feuerwehrdienst mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Karlsruhe ausgezeichnet. Für seine dreizehnjährige Tätigkeit als Kassenverwalter wurde Jens Maier von der Abteilung mit einem Geschenk geehrt. Thomas Kunzmann wurde für fünf Jahre Tätigkeit im Abteilungsausschuss ebenfalls mit einem Präsent bedacht. Für guten Dienstbesuch konnte 12 Angehörigen ein Präsent überreicht werden.

Bei den folgenden Wahlen wurde mit Kerstin Elchinger erstmalig das neu geschaffene Amt der Beauftragten für Frauen und Mädchen besetzt. Michael Freis wurde als Abteilungskommandant in den Feuerwehrausschuss der Stadt Karlsruhe gewählt. Bei den Wahlen für den Abteilungsausschuss konnten Klaus Müller, Hans-Peter Nagel, Marcel Schottmüller, Jörg Dols, Heinz Henkenhaf und André Kappler einstimmig gewählt werden.

Die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung endete schließlich mit einem gemütlichen Beisammensein.

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